Energie aus Gülle

Die Priener Klimabilanz ist nicht gut, der Anteil erneuerbarer Energien liegt weit unter Bundesdurchschnitt. Eine brillante Teillösung bietet die Gasgewinnung aus Gülle. Der schöne Nebeneffekt, Gerüche werden stark reduziert. Das enthaltene Methangas entweicht bisher sinnlos in die Umwelt und richtet großen Schaden an.

Gülle enthält 53 % Methangas! Methangas ist 23-fach klima-schädlicher als CO2! Auch andere enthaltene giftige oder umweltbelastende Gase, wie Schwefelwasserstoff, Kohlendioxid und Ammoniak werden der Verbrennung in leistungsfähigen Motoren mit entsprechender Filterausrüstung zugeführt und damit weitgehend eliminiert.
Unangenehme Gerüche werden stark reduziert!
Gülle bietet ein verlässliches Gasvorkommen, das immer einsetzbar ist um Wärme und Elektrizität, oder mittels eines Wärmetauschers, Kühlung zu erzeugen.
Der Priener Energiebedarf könnte zu etwa 20 % mit Methangas aus Gülle gedeckt werden.
Unser Ziel ist deshalb eine hochmoderne Biogasanlage in Prien zur Versorgung energieintensiver öffentlicher Gebäude. Neueste Technik, elektronische Überwachung und Wartung durch Ingenieure aus der Region sind Voraussetzung. Angestrebt wird dies in Zusammenarbeit von Gemeinde und Landwirten.
Die Vorteile für Landwirte:
1. Weniger Raum für die Lagerung von Gülle.
2. Bessere Verwertbarkeit für die Pflanzen und gesündere Böden.
3. Nach Vereinbarung Abhol- und Lieferdienst, (Zeitersparnis).
Die Anlage soll nur mit Gülle, Grasschnitt der Gemeinde und Resten aus Silage betrieben werden, ohne Zusatz von Mais, Raps oder ähnlichem. Das Substrat, das zurückbleibt, ist viel verträglicher für Pflanzen und Böden.
Alle Nährstoffe bleiben erhalten.
Wir arbeiten daran, dieses Ziel zusammen mit allen Fraktionen und den Landwirten, verwirklichen zu können.
Eine totale Begrünung der Anlage, wie von uns gewünscht, wäre optimal.

 Autorin Gaby Rau

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